Der Bien

who is who im Bienenstock?

Hinter diesem weniger bekannten Wort steckt die moderne Sichtweise des Bienenvolkes als eigenständiger Organismus. Die einzelnen Bienen werden dabei nicht als eigenständige Lebewesen betrachtet, sondern wie die Zellen eines menschlichen Körpers als Teil eines Ganzen. Einzelne Bienen – vor allem auch die Königin – sind auf längere Sicht nicht alleine überlebensfähig. Erst als Volk mit der über Jahrmillionen perfektionierten Arbeitsteilung können sie sich ernähren und vermehren

Die Königin

Sie ist praktisch ausschließlich für Erhalt und Vermehrung der Bienen-„Masse“ zuständig. Pro Tag legt sie bis zu 2.000 Eier, ihr eigenes Körpergewicht.

Für diese gewaltige Stoffwechselleistung muss sie ständig von den Arbeiterinnen mit Gelée Royale gefüttert werden – ein hochkonzentriertes „Kraftfutter“. Entgegen der landläufig verbreiteten Meinung ist die Königin keineswegs die „Alleinherrscherin“ eines Bienenvolkes. Sobald die Legeleistung und damit ihre Hormon-Ausschüttung an die Arbeiterinnen nachlässt, wird sie von diesen ausgetauscht. Üblicherweise verlässt sie dann mit einem Teil des Volkes die Behausung und sucht mit dem Schwarm ein neues Zuhause. Eine Königin lebt üblicherweise 3-5 Jahre.

Die Arbeiterin

Das wahre Allround-Talent des Volkes. Im Laufe ihres (im Sommer etwa sechswöchigen) Lebens übernimmt sie u.a. die Aufgaben der Brutpflege, Hygiene, Fütterung von Nachwuchs und Königin, Bewachung des Fluglochs gegen Eindringlinge und Feinde, Erkundungs- und Sammelflüge. Nur die erfahrensten Bienen sind außerhalb des Bienenstocks unterwegs und teilen ihre Funde per „Schwänzeltanz“ an ihre Kolleginnen weiter. Die Arbeiterinnen sind nicht geschlechtsreif und können bei Abwesenheit einer Königin lediglich Drohneneier legen. Das kurze Leben der Sommerbienen ist auf ihre äußerst harte Arbeit zurückzuführen. Die Winterbienen hingegen sind „nur“ für die erfolgreiche Überwinterung zuständig und leben bis zu 6 Monate.

Der Drohn

Die männlichen Bienen haben alleine die Aufgabe, junge Königinnen zu befruchten. Sie werden bis zur Erfüllung dieser „Lebensaufgabe“ durchgefüttert und können auch bei Nachbarvölkern ein- und ausgehen. Dieses sorglose Leben findet jedoch ein schnelles Ende nachdem sie ihre Aufgabe vollbracht haben: sie werden nicht mehr benötigt und daher von den Arbeiterinnen in der sogenannten „Drohnenschlacht“ aus dem Stock geworfen, wo sie verhungern.